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Ausleitung und Entgiftung in der HomöopathieJedes Lebewesen, jeder Mensch, vom Säugling bis zum Greis, muß sich täglich mit einer Vielzahl von Noxen, die durch die Atemluft, über den Magen-Darm-Kanal und die Haut aufgenommen werden, auseinandersetzen. Das bedeutet für den Organismus eine erhebliche Mehrbelastung, denn körperfremde Stoffe, seien sie chemischer Art, seien es Bakterien oder Viren, seien es Zellen, werden durch den Abwehrmechanismus des Körpers vernichtet, und zwar dergestalt, daß durch eigens dafür bestimmte, aus dem retikulohistiozytären Gewebe bzw. dem Bindegewebe gebildeten Abwehrzellen den Fremdkörper einkreisen und unschädlich machen. Die Wiener Schule, insbesondere Pischinger und Mitarbeiter sowie Heine, haben nachgewiesen, daß das Bindegewebsorgan - Mesenchym - eine Vielfalt von Aufgaben zu erfüllen hat. Es vermittelt den gesamten Stoffaustausch zwischen Blut- und Parenchymzelle, weshalb man es auch als "Kolloidales Strombett der Säfte" bezeichnet hat. Es ist Aufgabe des Mesenchyms, durch ständigen Austausch der Stoffe, den osmotischen Druck, die günstigste Ionenmischung und das Säure-Basen-Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Wegen seiner Fähigkeit, die Isotonie der Säfte durch Speicherung von Eiweiß, Salzen und Wasser zu stabilisieren, ist das Bindegewebsorgan auch als Vorniere bezeichnet worden. Körperfremde Proteine, z.B. Mikroorganismen oder körpereigene Zerfallsprodukte, wie sie in Krankheitsherden entstehen, werden von den Bindegewebszellen phagozytiert und verdaut. Fremdstoffe und Umweltgifte werden im Bindegewebe abgefangen und in nicht mehr reaktionsfähige Verbindungen umgewandelt. Die in den Organismus eingedrungenen Gifte schädigen auf die Dauer nicht nur die Organe, mit denen sie zuerst in Berührung kommen, stets wird auch der Gesamtorganismus und auch das Bindegewebsorgan in Mitleidenschaft gezogen. Wie jede andere Zelle, so wird auch die R-E-S-Zelle durch Mangelzustände und Gifte strukturell und leistungsmäßig geschädigt. Die mesenchymalen Schutzstoffe können dann nicht mehr in ausreichender Menge und Qualität erzeugt werden. Auch die Phagozytoseaktivitäten gegenüber kranken Organzellen und die Entgiftungspotenz der R-E-S-Zellen werden geringer. Die unbewältigten Gifte können zwar zunächst in der Mesenchymzelle gespeichert werden. Wenn aber auf Dauer der Schlackenanfall größer ist als das Entgiftungsvermögen, so wird sich die Speicherungskapazität schließlich erschöpfen, und die Gifte können dann in Blut und Gewebe übertreten. Dadurch ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung chronischer Erkrankungen geschaffen. Auf Grund dieser Tatsachen ist es das oberste Gebot, vor Therapiebeginn die vernachlässigten "Kanäle des Körpers zu “öffnen" - um die Mesenchymentschlackung zu erreichen und damit auch unter Umständen vorhandene Therapieblockaden zu lösen. Dies geschieht durch:
Zur Durchführung dieser Maßnahmen steht uns in der Naturheilkunde eine Vielzahl von Möglichkeiten offen, die Mesenchymentschlackung durchzuführen und damit die Mesenchymblockaden zu lösen. |
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