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Oft vergessen: Apothekers Handwerk

Die Naturapotheke ist auf dem Vormarsch. Durch gezieltes Angebot an alternativen Möglichkeiten der Selbstmedikation und natürlichen Körperpflege läßt sich die Individualität einer Apotheke unterstreichen. Entsprechende Eigenprodukte  erhöhen außerdem die Kundenbindung.

Magnolienblüten: Körperöl zum Pflegen und Wohlfühlen

Die Hauptinhaltsstoffe im Magnolienblütenöl sind Geraniol, Nerol und Linalool. Sie wirken beruhigend und besitzen bei Hautirritationen eine heilende, leicht desinfizierende Wirkung. Der natürliche Säureschutzmantel der Haut wird gestärkt. Bei Ekzemen und trockener Haut beugt ein spezielles Körperöl Juckreiz und neuen Hautschäden vor:

  • 50ml Traubenkernöl
  • 3 Trpf Magnolienblütenöl
  • 3 Trpf Orangenöl
  • 5 Trpf Geraniumöl

Das Traubenkernöl dringt leicht in die Haut ein, ohne lange nachzufetten, und schleust die Wirkstoffe in das Gewebe. Die Anwendung sollte bevorzugt nach dem Duschen oder Baden auf noch feuchter Haut erfolgen.

Sonnencreme für Allergiker

In der Naturkosmetik kennt man einen natürlichen Lichtschutzfaktor: Parsun. Dieser Zimtsäureester ruft keine allergischen Reaktionen hervor. Wenn 50g Creme 4g Parsun enthalten, entspricht dies einem Lichtschutzfaktor von drei bis vier, bei 7g Parsun von fünf und bei 10g von acht. Als natürliches Konservierungsmittel wird Vitamin E zugesetzt. Die Creme ist dadurch im Kühlschrank für ca. vier Wochen haltbar.

  • 12g Avocadoöl
  • 6g Lamecreme
  • 2g Cetylalkohol
  • 5 – 10g Parsun
  • 6 Trpf Vitamin E 
  • 2 Trpf Kamillenöl
  • 14 Trpf Aloe Vera
  • 30g Rosenwasser

Avocadoöl, Lamecreme, Cetylalkohol und Parsun zusammen im Wasserbad einschmelzen. Anschließend Vitamin E, Kamillenöl und Aloe Vera hinzufügen. Zum Schluß das leicht erwärmte Rosenwasser nach und nach einrühren bis die Creme erkaltet.

Augenfältchencreme

Die meisten Augencremes enthalten Quellstoffe, die den vorübergehenden Eindruck erwecken, die Fältchen seien verschwunden. Nach Absetzen der Cremes fällt die zarte Haut sichtlich ein. Deswegen ist es sinnvoller durch den Zusatz von naturreinen Pflanzenölen die körpereigenen Schutzfunktionen anzuregen und zu unterstützen.
Mandelöl pflegt die Haut glatt und zart. Die dünnflüssige Konsistenz ermöglicht das tiefe Eindringen in die Oberhaut. Mandelöl wird von jeder Haut gut vertragen.
Aprikosenkernöl aus erster Pressung bietet zusätzlich Schutz gegen Kälte und Trockenheit.
Bienenwachs schützt die Haut vor Schadstoffen aus der Umwelt und hilft so vorbeugend gegen Lidrandentzündungen.

Gegen Tränensäcke kann noch Lavendelöl zugesetzt werden.

  • 25ml Mandelöl
  • 25ml Aprikosenkernöl
  • 15g gelbes Bienenwachs
  • 2 Trpf Rosen- oder Lavendelöl

Mandel-, Aprikosenkernöl und Bienenwachs werden im Wasserbad bis zur vollständigen Schmelze erhitzt und anschließend kaltgerührt. Dann erst Rosen- oder Lavendelöl untermischen. Da die Creme keinen Wasseranteil enthält, ist sie ca. acht bis zehn Monate haltbar.

Fotos: Magnolienblüten, Rosenblüten, Avocadofrucht oder ansprechende Verpackungsmöglichkeiten


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