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Diabetes Typ-1 und Typ-2: Wie sie sich unterscheidenIm Auftrag der American Diabetes Association bemühte sich ein internationales Expertengremium um eine Neufassung der Richtlinien für Klassifikation und Diagnose des Diabetes mellitus. Damit sollte dem in den letzten Jahren deutlich erweiterten, wissenschaftlichen Kenntnisstand Rechnung getragen werden. Die bisherige Nomenklatur klassifiziert diabetische Erkrankungen im wesentlichen nach der Art ihrer Behandlung (insulinabhängig - nicht insulinabhängig). Sinnvoller ist eine ätiologischen Zusammenhängen folgende Einteilung. Neue KlassifikationDie Termini Insulinabhängig und nicht Insulinabhängig werden verlassen. Die Bezeichnung Typ-1- und Typ-2-Diabetes wird jedoch beibehalten. Dem Typ-1-Diabetes sind alle Fälle zuzurechnen, denen eine autoimmunologisch bedingte Zerstörung der pankreatischen Beta-Zellen zugrunde liegt und die mit einem erhöhten Ketoazidose-Risiko einhergehen. Nicht dazu gehören demnach z.B. diabetische Zustände, die auf eine ß-Zell-Zerstörung im Rahmen einer zystischen Fibrose zurückgehen. Typ-I-Diabetes auch im AlterDer immunologisch bedingte Diabetes wird vorwiegend im Kindes- und frühen Erwachsenenalter diagnostiziert. Er kann sich jedoch auch noch im achten oder neunten Lebensjahrzehnt manifestieren. Bleibt die Ursache im Dunkeln und können keine Autoantikörper nachgewiesen werden, muß von einem idiopathischen Typ-I-Diabetes gesprochen werden. Bei diesen Patienten kann die Insulinabhängigkeit im Laufe der Zeit variieren. Typ-II-DiabetesDer Typ-II-Diabetes beschreibt die häufigste Form der Zuckerkrankheit. Für sie ist eine Kombination aus Insulinresistenz und gestörter Insulinsekretion kennzeichnend, wobei die Gewichtung unterschiedlich auf einer der beiden Störungen liegen kann. Die betroffenen Patienten sind meist adipös, die Gefahr der ketoazidotischen Entgleisung ist geringer als beim Typ-I. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter, bei Übergewicht und körperlicher Inaktivität. Weitere diabetische ErkrankungenDazu zählen u.a. genetische ß-Zell-Defekte, die zu einer Diabetesmanifestation vor dem 25. Lebensjahr führen., wobei meist nur eine milde Hyperglykämie besteht. Krankheiten des exokrinen Pankreas müssen in der Regel - mit Ausnahme von Karzinomen - eine massive Pankreaszerstörung verursachen, bevor sich der Diabetes manifestiert. Weiterhin kommen endokrinologische Erkrankungen, Medikamente (Thiazide, Kortikoide) oder bestimmte Virusinfektionen als Auslöser in Betracht. |
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