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Reduziertes Glutathion: Kleinster gemeinsamer Nenner zwischen Schul- und KomplementärmedizinSeltene Einigkeit Insbesondere
Bei fast allen chronischen Erkrankungen können erniedrigte Glutathion-Spiegel beobachtet werden. Diese krankheits- oder auch altersbedingte Verringerung des GSH bedeutet stets, dass grundlegende, für die Heilung notwendige (Immun-)Funktionen nicht oder nur noch unzureichend ablaufen können. Deshalb ist die Steigerung der Glutathion-Spiegel eine sehr schonende und gleichzeitig eine der effektivsten Möglichkeiten, um Krankheiten zu verhindern oder (unterstützend) zu behandeln. Gezeigt hat sich dies vor allem für AIDS, Krebserkrankungen, Rheuma, Virusinfektionen und die in jüngster Zeit vermehrt zu beobachtenden Komplex- oder Multisystemkrankheiten, wie etwa die chronische Borreliose oder das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS). Problematisch: Die Therapieansätze Die wohl besten Ergebnisse werden derzeit mit Glutathion-Infusionen erzielt, die jedoch bislang noch aus Italien importiert werden müssen. Wenig sinnvoll ist die (relativ teure) Einnahme von reduziertem Glutathion. Viele Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die orale Aufnahme von reduziertem Glutathion eine sehr ineffiziente Methode ist, da GSH zum einen sehr schnell in die wirkungslose Form oxidiert und zum anderen wegen der vielen eiweißspaltenden Enzyme, die vor allem im Verdauungstrakt zu finden sind, eine äußerst geringe Bioverfügbarkeit aufweist. In den letzten Jahren ist man deshalb dazu übergegangen, die Glutathion-Vorstufen isoliert zu verabreichen, z. B. in Form der Aminosäuren Cystein und Glutaminsäure. Diese Methode ist deutlich kostengünstiger als die Einnahme von GSH und scheint - wohl dadurch, dass höhere Dosierungen möglich sind - auch etwas effektiver als die Substitution mittels Glutathion-Kapseln. Diskutiert wurde, ob und inwieweit die isolierte Gabe von Glutathion-Vorstufen dadurch verbessertwerden kann, dass nicht nur einzelne Glutathion-Bestandteile substituiert werden, sondern zusätzlich die körpereigene Glutathion-Herstellung innerhalb der Zellen angeregt wird. Vielversprechend: Kombinierter Ansatz aus deutscher Forschung Eines der aussichtsreichsten Entwicklungen ist ein deutsches Präparat (GlutaCell), welches Ende 2009 nach mehrjähriger Forschung auf den Markt gebracht wurde. Es kombiniert den zentralen Glutathion-Bestandteil Cystein mit einer speziellen Aufbereitung von sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere von so genannten Polyphenolen. Diese Wirkstoffentwicklung (GSH-intra) wurde speziell für die Förderung der Glutathion-Bildung in den Körperzellen entwickelt. Dieser kombinierte Ansatz, der dem Organismus sowohl den zentralen Glutathion-Bestandteil zur Verfügung stellt als auch gleichzeitig gezielt die Glutathion-Bildung fördert, scheint nach ersten Erhebungen äußerst vielversprechend: In den Studien vor der Markteinführung konnte gezeigt werden, dass sich die Glutathion-Spiegel von Patienten mit erniedrigten Werten bereits nach 14tägiger Einnahme fast verdreifachten. Ein derartiger Anstieg ist auch mit Glutathion-Infusionen, dem derzeitigen „Goldstandard“ in der Glutathion-Therapie, nur schwer zu erreichen. Selbst bei Patienten mit Werten im Normbereich konnte ein signifikanter Anstieg nachgewiesen werden, was ebenfalls ungewöhnlich ist, da sich Normalwerte in der Regel nicht beliebig steigern lassen. Sofern sich diese Zahlen auch in größeren Studien bestätigen, wäre GlutaCell nach aktueller Datenlage eine der effektivsten und günstigsten Optionen in der Glutathion-Therapie. Da sämtliche Alterskrankheiten mit erniedrigten Glutathion-Spiegeln in Zusammenhang stehen, stünde gleichzeitig eine schonende und nachgewiesenermaßen effektive Methode zur Prävention von Alterskrankheiten zur Verfügung. Weiterführende Informationen: |
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